Warum sich Unternehmen jetzt mit Instagram auseinandersetzen sollten!

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In unserem Beitrag "Drei Viertel der deutschen Unternehmen nutzen Social Media - wo bleiben Sie?" haben wir es schon angedeutet:

"Demnach sollen Nutzer schon bald über Instagram-Business-Profile die Möglichkeit haben, ein Unternehmen (das zukünftig einer Kategorie zugeordnet werden soll) direkt zu kontaktieren und schneller finden zu können."

Nun ist es also soweit: Instagram führt nicht nur Business-Werkzeuge offziell ein, sondern setzt zudem auf Stories à la Snapchat!

Instagram eilt immer noch dem Ruf nach, ein soziales Netzwerk für junge Leute zu sein, die gerne Fotos von Essen & Co. posten. Das Bilder-Netzwerk will anscheinend Ihr Spektrum erweitern und hat mit "Instagram for Business" einen ersten Grundstein dafür gelegt.
Mit einer weltweiten Nutzeranzahl von 400 Mio. Nutzern und 9 Millionen allein in Deutschland haben Unternehmen - aus verschiedensten Bereichen - definitiv die Möglichkeit Fuß zu fassen und bei richtigem Einsatz die passende Zielgruppe anzusprechen.
Zunächst können Firmen in den USA, Australien und Neuseeland Unternehmensprofile erstellen und die Analyse-Funktionen nutzen.

Die Features:

Analyse Funktionen für Unternehmen

Mit Instagram Insights erhalten Unternehmen einen Überblick über die Personengruppe, die sich auf Instagram für ihr "Angebot" interessieren, um so besser abschätzen zu können, wie sich Ihre derzeitigen und zukünftigen Kundenkreise zusammensetzen (könnten). Natürlich erhalten Sie auch eine detaillierte Übersicht, welche Posts besondern beliebt waren und welche eher nicht so viel Zuspruch in der Community gefunden haben.

Gepostete Bilder lassen sich direkt als Werbung umdeklarieren

Beliebte Posts können direkt aus der App heraus als Anzeigen geschaltet werden. Instagram schlägt daraufhin ein Budget und eine oder mehrere Zielgruppen vor.

Firmenprofile werden zur direkten Kontaktaufnahme mit einer Telefonnummer und E-Mail-Adresse hinterlegt

Mit einem Fingertipp können Nutzer nun direkt Kontakt zu dem Unternehmen aufnehmen. Sollte auch ein Facebook-Account vorhanden sein, lassen sich diese Informationen ganz simpel importieren - inklusive Bezahlinformationen.

Maps

Bei Bedarf kann auch eine Karte angezeigt werden, um es Nutzern zu erleichtern ein Unternehmen aufzufinden. Optimal für Restaurants!

So werden in Zukunft die drei verschiedenen Formate für Instagram-Werbung aussehen ©business.instagram.com

Die Hälfte der Nutzer folgen Firmen schon!

„Wir sind auf 200.000 aktiv Werbetreibende bei Instagram angewachsen, und die deutliche Mehrheit sind kleine bis mittlere Unternehmen. [...] 50 % der Instagram Nutzer folgen einer Firma, 60 % informieren sich über Produkte oder Dienstleistungen.“,


erklärt James Quarles - Global Head of Business and Brand Development bei Instagram - in einem Gespräch mit Techcrunch.

Instagram erzählt nun auch Stories - ein Snapchat-Double?

Nicht komplett - aber die neuen Funktionen, die Instagram Anfang August 2016 eingeführt hat, erinnern stark an den Instant-Messaging-Dienst. Wie der englische Fachbegriff für Snapchat verrät, handelt es sich bei dem neuen Instagram-Feature um die Möglichkeit, schnell Videos und Bilder erstellen zu können, diese anschließend bearbeiten, bemalen (siehe Foto) und aneinanderreihen zu können. Die sogenannten "Stories", die dadurch zustande kommen, stehen Nutzern 24 Stunden zur Verfügung und verfallen danach wieder.

So sieht es aus, wenn ein Nutzer eine Instagram-Story erstellt und diese mit verschiedenen Tools bearbeitet. © Instagram

Jetzt fragt man sich: Wozu braucht man dieses Snapchat-ähnliche Feature - und, vor allem, was sollen Unternehmen mit dieser Funktion anfangen können? So viel ist sicher: Damit wird dem Insta-typischen Vorgehen, perfekt vorbereitete, inszenierte Bilder zu produzieren, entgegen gewirkt. Mit den Stories haben Firmen zukünftig die Chance, spontanere, ehrlicher wirkende Momentaufnahmen für deren Instagram-Profil zu erstellen.

Der große Vorteil der Geschichten ist außerdem, dass diese in einem Stück abgespielt bzw. erzählt werden und weder durch andere Follower noch durch den allgemeinen Algorithmus des Bildernetzwerks unterbrochen werden. Als Gegenleistung für die gesteigerte Aufmerksamkeit eines Users muss ein Unternehmen sich diese jedoch auch verdienen: Der Content muss spannend und interessant gestaltet sein, sodass die Follower im wahrsten Sinne des Wortes dran bleiben. Was sich zunächst wie ein Ersatz für Snapchat anhört, soll langfristig - so glauben wir es - die bestehende Funktionsweise von Instagram lediglich ergänzen. Für ein Unternehmen, dass sich bereits eine Community auf Instagram aufgebaut hat, ist der Einstieg in die Instant Stories zumindest leichter, als in Snapchat bei nahezu Null anzufangen.

Instagram in Zahlen

Alle Daten stammen von unterschiedlichen Quellen. Hier sind alle zusammengefasst!

Fazit

Instagram wächst über die bloße Darstellung von perfekten Bildern hinaus - sowohl durch neue Business-Funktionen als auch durch Snapchat-ähnliche Features. Für Unternehmen werden diese Neuerungen viele Vorteile haben. Ein extra Firmenprofil, ein erweiterter Analysebereich, eine spannende Insta-Story oder natürlich die direkte Kontaktaufnahme zum Unternehmen sind gute Gründe für den Instagram-Einstieg.

Es darf nur nicht der Fehler gemacht werden, Instagram genauso zu nutzen wie den großen Bruder Facebook oder wie Snapchat. Denn der stark visuell geprägte "Charakter" gehört nun mal zu dem Bildernetzwerk. Interessant und vor allem entscheidend wird es sein, die Aktivitäten innerhalb der verschiedenen Netzwerke richtig zu kombinieren. Hashtag-Projekte, InstaMeets oder ein schnelles Video aus dem Büroalltag sind Grundzutaten für eine erfolgreiche Instagram-Strategie - und die sollte nicht vernachlässigt werden.

Werden Sie social - Ihre Bedarfsgruppe ist es nämlich schon!

Sie wollen sich die Chance, Ihre Bedarfsgruppe über die sozialen Medien - bspw. Instagram direkt erreichen zu können, nicht entgehen lassen? Das können wir gut verstehen. Um Ihr Unternehmen durch einen tollen Auftritt im Social Web zu ergänzen, sollten vorab jedoch einige wichtige Fragen geklärt und Maßnahmen entworfen werden. 

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