Newsletter-Anmeldung - auf Nummer sicher: Double Opt-In

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Sicher kennen Sie den doppelten Registrierungs-Vorgang für Newsletter & Co. Dabei soll eine Anmeldung per E-Mail doch schnell gehen und nicht durch wiederholtes Klicken von Bestätigungs-Links auf die Nerven gehen, oder? Wieso das so ist und auch seinen Sinn hat, beantworten wir Ihnen gerne.

Folgende Situation: Sie surfen gerade im Internet und stoßen auf eine Seite, die Ihnen besonders gut gefällt. Um auf dem Laufenden gehalten zu bleiben, abonnieren Sie den Newsletter dieser Website. Dazu registrieren Sie sich mit Ihrer E-Mail-Adresse. Aber anstatt interessanter Beiträge trudelt zunächst eine Nachricht in Ihrem Postfach ein, in der Sie erneut bestätigen sollen, dass Sie auch wirklich mit der Zustellung des Newsletters einverstanden sind.

"Was soll das denn? Das habe ich doch gerade eben schon gemacht!" denken Sie sich leicht genervt und verstehen dieses ganze Hin und Her nicht so ganz. Die Erklärung dafür: Das muss so sein – gesetzliche Vorschrift.

Gesetzliche Vorgabe: Das sogenannte Double-Opt-In Verfahren

Das ganze "Hin und Her" bei der Anmeldung zu einem Newsletter erfolgt zu Gunsten der Endverbraucher bzw. der Leser. Diese dürfen nur per Mail kontaktiert werden, wenn sie dazu vorab eine ausdrückliche Einwilligung abgegeben haben. Im Falle einer vorher nicht genehmigten Kontaktaufnahme können Seitenbetreiber eine Abmahnung erhalten - und das schon beim einmaligen Versenden einer E-Mail.

Die praktische Umsetzung des douple-opt-In Verfahrens geschieht in folgendem Prozess: Ein Interessent meldet sich auf einer Website mit seiner E-Mail-Adresse zu einem Newsletter an. Daraufhin erhält dieser eine sogenannte „Bestätigungsmail“ in der mit einem Link darin. Mit dem Klicken auf diesen Link bestätigt der Interessent aktiv, dass er in Zukunft Mails und Werbung dieses Anbieters erhalten möchte. Zusätzlich ist dadurch auch sichergestellt, dass a.) die bei der Anmeldung zum Newsletter eingetragene E-Mailadresse zumindest gültig ist (im Sinne von: Die E-Mail kann zugestellt werden) und b.) dass der Interessent und die eingetragene E-Mailadresse auch wirklich „zueinandergehören“. Daher erklärt sich auch der Name dieses Verfahrens, denn "to opt for something" (engl.) bedeutet so viel wie "sich für etwas entscheiden"; das "double" steht wiederum für den wiederholten Vorgang.

Ausfüllen

Der Nutzer füllt das Formular auf der Website aus.

Bestätigungsmail

Die Bestätigungsmail wird versendet.

Bestätigung

Der Nutzer klickt den Bestätigungslink.

Eintragung

Der Nutzer ist nun verifiziert und befindet sich im Verteiler.

Newsletter zählen auch zu Werbung?

Selbstverständlich. Der Newsletter - also dem Namen her eigentlich nichts anderes als eine elektronische Zeitung - ist eines der im Internet verbreitetsten und erfolgreichsten Werbemittel. Oft wird die Werbung nicht als solche erkannt, da sich Leser freiwillig und aus eigenem Interesse dafür registriert haben.

Wichtig für Unternehmer: Das schreibt das Gesetz ebenso vor

Das Szenario ist gar nicht so weit hergeholt: Sie bekommen als Unternehmen eine Beschwerde von einem Newsletterabonnenten, dass dieser Ihren Newsletter unrechtmäßig erhalten habe. Wenn Sie die Einwilligung nicht nachweisen können, stellt Werbung per E-Mail nach § 7 Abs. 2 Nr. 3 Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG) eine unzumutbare Belästigung dar und kann wegen Verstoßes gegen das Wettbewerbsrechts abgemahnt werden.

Um diesen Nachweis erbringen zu können, sollten Sie für Ihr E-Mail-Marketing professionelle Lösungen verwenden, die alle Ereignisse im Rahmen der Newsletter-Anmeldung automatisch speichern und protokollieren.

Auf was sollte noch geachtet werden?

Für einen kompletten Nachweis, sollten Sie die folgenden Punkte protokollieren.

  • Sie sollten nachweisen können, zu welchem Zeitpunkt und mit welcher IP-Adresse sich der Nutzer für bspw. den Newsletter angemeldet hat.
  • Der Empfänger sollte darauf hingewiesen werden, dass diese Daten erhoben und gespeichert werden.
  • Platzieren Sie keine Werbung in der Bestätigungsmail. Diese Mail wird nur für die Umsetzung des double-opt-in Verfahrens gebraucht – Werbung gehört da nicht rein!

Fazit

Der doppelte Bestätigungsprozess scheint zunächst zwar etwas verwirrend, ist aber bei genauerer Betrachtung eindeutig zum Schutz des Verbrauchers gedacht. Und auf Betreiberseite hat es den Vorteil, dass diejenigen, die diesen Prozess durchwandern, auch wirklich Informationen von Ihnen und Ihrem Unternehmen haben wollen. Also kümmern Sie sich dann um relevante Inhalte für Ihre Leser – das haben die sich verdient.

Wenn Sie noch Fragen zu den Richtlinien oder generell zu dem Thema haben, kontaktieren Sie uns gern.

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