Die OMK 2018 in Lüneburg

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Die OMK 2018 in Lüneburg - das erwartet mich:

  • Versammelte Online-Marketing-Expertise:
    Top-Referenten von namhaften Unternehmen, Hochschulen und Institutionen
  • Die gesamte Bandbreite des Online-Marketings:
    E-Commerce, Social Media, SEO & SEA, B2B Marketing, Amazon Marketing und mehr
  • Aktuelle Top-Themen und praxisnahe Vorträge:
    Diskussionen zu brandheißen Themen wie Influencer Marketing, Big Data und Datenschutz
  • Digitalisierung aus allen Blickwinkeln:
    Mit spannenden Referenten aus Wirtschaft, Wissenschaft, Philosophie und Sport

Wann?

Los ging es  am 27. September 2018

Wo?

An der Leuphana Universität in Lüneburg

Programm OMK in Lüneburg 2018

Es gab wirklich zahlreiche Speaker auf der OMK 2018, deshalb werden im folgenden nur die von uns ausgewählten Speakter aufgelistet, deren Vorträge besucht wurden.

Alle Referenten in einer Übersicht finden Sie hier.

Mein persönlicher Recap zum OMK 2018 in Lüneburg.

4 Hörsäle mit jeweils 9 Vorträgen in 10 Stunden – sportlich, sportlich.
Nach der Begrüßung und den üblichen einleitenden Worten ("Danke an die Sponsoren und das Team der Veranstalter") sorgte die Keynote von Prof. Dr. Klemens Skibicki für die erste Explosion im Kopf. Ich muss zugeben: Vorher hatte ich noch nie das Vergnügen gehabt, einen Vortrag von ihm zu hören und ich muss sagen: Bedauerlicher Weise!

Die Keynote

Prof. Dr. Klemens Skibicki ist Wirtschaftshistoriker, der die Dinge in langen Bahnen betrachtet und versucht, Unternehmen den Wandel der Digitalisierung näher zu bringen. Und es gab für mich zwei Botschaften, die ich in mein zukünftiges Denken mit aufnehmen werde:

  1. Menschen denken in verschiedenen Denkmustern und gerade verschiedene Generationen haben andere Denkmuster. Also: Offen sein für neue Dinge und versuchen, sich in die Denkmuster der anderen Generationen hineinzuversetzen.

  2. Kein Plattform-Denken! Kein "Ach das ist doch guter Inhalt für Facebook, LinkedIn oder Xing!" Man sollte viel mehr die Veränderungen der Kommunikation betrachten, denn in sozialen Netzwerken kommt nur der Inhalt in den News-Feed der Menschen, wenn es sie auch interessiert (anders als bei TV-Werbung). Und wie kommt man als Unternehmen am besten in den News-Feed? Indem man Kunden begeistert und deren Erwartungen übertrifft, oder indem man die 20% der Menschen anspricht, die soziale Netzwerke aktiv zum Posten benutzen (die anderen 80% gucken nämlich nur interessiert zu).

Mein Fazit zu dieser Keynote: Ich war und bin begeistert! Ich dachte aber auch: Wenn das in der Qualität den ganzen Tag so weiter geht, dann platzt mein Kopf und meine Finger, die mitschreiben müssen. Und ich nehme Ihnen mal die Spannung: Zurückblickend kann ich sagen, dass es für mich der gelungenste Vortrag des Tages war.

Dr. Nicolas Dierks: Social Media jenseits der Überschriften: Chancen erkennen und ethisch handeln

Der Vortrag war etwas theoretischer und ich habe mich direkt in mein Uni-Leben zurückversetzt gefühlt. Aber ich war beruhigt: Es gab keine unleserlichen Skizzen an der Tafel, sondern hilfreiche PowerPoint Folien, die mir halfen die Thematik "Begriffs-Blindheit" zu verstehen. Es handelt sich hierbei um einen Mangel an Begriffen mit dem ein Phänomen ausgedrückt wird. Kurz gesagt: Menschen wissen nicht, was sie nicht wissen. Zu komplex? Dann hier mal ein erwähntes Beispiel: Ein Zweijähriger füttert einen Elefanten ohne große Ängste, denn der sieht nur den Rüssel. Ein 6-Jähriger hingegen füttert den Elefanten nicht, da er zu große Angst hat. Er sieht nicht nur den Rüssel, sondern auch das große Tier das am Ende des Rüssels hängt.

Mein Fazit: Es ist wichtig zu wissen, dass es noch blinde Flecken gibt - der Mensch ist schließlich nicht alles wissend. Äußerst spannende Theorien, aber mir persönlich fehlte hier etwas der Bezug zu den Social Media Chancen.

Und was kam danach?

Adrienne Becker & Anna Marquardt: Content Marketing - Alter Hut oder heißer Shice?

Zwei Damen mit einer ganz besonderen Power - Hier haben mich ganz besonders die praxisnahen Beispiele fasziniert. Adrienne Becker & Anna Marquardt arbeiten nämlich bei der Veranstalteragentur web-netz GmbH. Und die wiederum arbeitet mit Simply V zusammen: Ein veganer Käsehersteller auf Nussbasis. Am Anfang gab es Simply V nur in 8 Läden in Deutschland zu kaufen und jetzt in 400 Läden - und wie das passiert ist? Das haben uns die beiden äußerst ausführlich beschrieben und ich muss sagen: Hut ab - ich war beeindruckt und wer weiß? Vielleicht kann man sich später das ein oder andere abgucken.

Nils Kattau: 7 Conversion Tipps

Ich habe direkt feststellen dürfen: "Mensch, den kennst du doch!", denn das ein oder andere Webinar habe ich von ihm schon besuchen dürfen, weshalb ich einige seiner Tipps schon kannte. Ja, ich muss zugeben, mit Namen habe ich es nicht so - sonst wäre mir Nils Kattau sicherlich von Anfang an ein Begriff gewesen. Jedoch waren auch einige Tipps neu für mich, sodass auch dieser Vortrag absolut lohnenswert war.
 
Durch die Empfehlung "Keine Burger Menüs nutzen und wenn dann mit einer eindeutigen Beschriftung 'Menü'" bin ich mit mir selbst in Diskussion getreten. Ich hab doch neulich noch herausgefunden, dass Internetnutzer die Hamburger Menüs mittlerweile erkennen?! Also warum dann noch zusätzlich beschriften oder gar ganz weglassen? Doch dann verbesserte ich mich selbst: Verschiedene Denkmuster (Danke an Prof. Dr. Klemens Skibicki)! Nicht jede Generation hat den Wandel miterlebt und kann die drei gleichlangen Balken sofort erkennen, sodass die Überlegung der Beschriftung oder Abschaffung durchaus sinnvoll ist.

Halbzeit!

Das schöne Gelände der Leuphana Universität in Lüneburg hat in der Pause für Entpsannung gesorgt.

Jetzt aber "schnell" essen und danach direkt weiter zum Vortrag "Synergien zwischen SEO und SEA: 6 praktische Beispiele" - Pustekuchen!

Das wurde leider nichts. Die Schlangen an den drei Essens-Wagen waren einfach zu lang - also ab in die Mensa. Doch auch hier war die Schlange nicht viel kürzer. Ich entschied mich dafür, meinem Kopf eine Pause zu gönnen und essen zu gehen, sodass ich den Vortrag leider ausfallen lassen musste.

Gut gesättigt und fast schon mit einem kleinen Mittagstief, ging ich dann also um 14:15 zum nächsten Vortrag:

Norman Nielsen: Geschwindingkeit, Personalisierung unterhaltsame und informierende Inhalte

"Norman Nielsen - den Namen kennst du doch, oder?" - ein klares ja! Denn ich habe bereits einen Vortrag von Norman Nielsen auf der OMK in Bielefeld dieses Jahr erleben dürfen. Er hat in vielen Bereichen schon unterschiedliche Erfahrungen gesammelt (unter anderem bei Zalando) und konnte deshalb auch viele Beispiele nennen. Das gab auf jeden Fall extreme Pluspunkte. Des weiteren habe ich viele neue Namen von Tools aufgeschrieben, die jetzt unbedingt ausgetestet werden müssen!

Malte Landwehr: Big Data hat die Antworten: Wie stelle ich die Fragen?

Bei dem Vortrag von Malte Landwehr habe ich besonders zwei interessante Fakten mitgenommen:
  1. Längere Texte landen im Kontrast zu kürzeren bei Google seit 2015 eher auf Seite 1

  2. Größere Webseiten mit vielen Themen ranken seit 2015 bei Google wesentlich schlechter als viele kleine Nischen-Seiten, die sich nur um ein Thema handeln. Natürlich kann man solche Aussagen nicht immer verallgemeinern, jedoch war es interessant zu wissen, dass es für solche Aussagen auch wissenschaftliche Quellen gibt, die diese belegen.

Christopher Spall: Markenführung im digitalen Zeitalter: Kompass für mittelständische Unternehmen.

Man sollte annehmen, dass es irgendwann mal langweilig wird, aber nicht bei der OMK. Durch Christopher Spall haben wir das Thema "Marken" und "Menschen" näher betrachtet.
 
Marken werden durch Menschen gemacht. Maschinen können keine Gefühle zeigen, aber Menschen arbeiten immer mehr mit Maschinen also müssen Marken diese Lücke schließen. Größere Unternehmen wie BMW (= Freude) oder Harley Davidson (= Freiheit) haben diese Lücke bereits erkannt.
 
Des Weiteren sollte ein Unternehmen in der Lage sein, EINEN einzigen Grund zu finden, der beschreibt, wofür man steht. Durch diese Verdichtung schaffen es Marken im Kopf der Menschen zu bleiben, schließlich hat es sogar Trump mit nur einem Grund geschafft Präsident zu werden ...

Dr. Lisa Wolter: AdBlocker besser verstehen, um die eigene Werbung zu optimieren

Mal ein ganz anderes Thema: Nutzen Sie eigentlich AdBlocker? Ja. Nein. Vielleicht. Ich weiß es nicht. Die letzte Antwort, kommt anscheinend verblüffend häufig.
 
Dr. Lisa Wolter hat eine Studie durchgeführt, um zu untersuchen, ob sich AdBlocker-Nutzer von Nicht-Nutzern unterscheiden und dabei ist herausgekommen, dass jeder 3. befragte Internetnutzer einen AdBlocker verwendet. Aber: 1/3 der Menschen wissen gar nicht, ob sie einen AdBlocker nutzen oder nicht.
Jetzt könnte man vermuten, dass AdBlocker-Nutzer eine andere Meinung gegenüber Online Werbung haben, als die Nicht-Nutzer. Diese Vermutung wurde aber in der Studie nicht bestätigt - AdBlocker-Nutzer haben genau die selbe Meinung wie die Nicht-Nutzer, sie wollen Werbung nur vermeiden, wenn sie in ihrem Verhalten gehindert werden, oder in die Privatsphäre eingegriffen wird. 
 
Fazit der Studie war: Nutzer von AdBlockern wollen nicht gestört werden, sind aber nicht von Grund auf "Werbehasser".
Fazit für mich war eindeutig: Hervorragender Vortrag, spannendes Thema - welches in Zukunft sicherlich noch weiter untersucht werden sollte.

Max Kersting: Skalierung von Influencer Marketing und Empfehlungsmarketing

Der letzte Vortrag an meinen Tag auf der OMK... und ich muss sagen: Es war wirklich anstrengend, aber es hat sich absolut gelohnt sich den letzten Vortrag auch noch anzuhören.
 
Es ging um das Problem, dass die organische Reichweite vom Influencer Post auf Instagram nicht skalierbar ist und auch nicht zu 100% zielgerichtet ist.
Max Kersting nutzt Influencer, die wenig Reichweite haben, aber guten vertraunensvollen Content erstellen. Diese sollen für sich individuell passenden Content mit den jeweiligen Produkten posten, um Vertrauen aufzubauen. Das Problem hierbei ist: Es sehen nur die Follower den Post - mögliche andere Interessenten aber nicht. Nun hat Max Kersting eine Lösung gefunden: Den Content des Influencers einfach als bezahlte Werbung auf Instagram schalten, sodass auch die Zielgruppe den Content sieht. Ein Thema welches viele viele Fragen aufgeworfen hat. Man hat richtig gemerkt: Das Publikum will mehr Informationen. Leider war der Vortrag nach geplanten 45 Minuten vorbei und ich bin mir sicher, man könnte daraus einen ganzen Workshop machen.

Fazit:

Halleluja - das war anstrengend! Einiges an Input konnte ich mitnehmen und mein Kopf musste all die neuen Informationen erstmal sortieren und verarbeiten.
Also: Eine kleine Pause dazwischen lassen und sich dann nochmal alle Informationen genauer anschauen und verarbeiten. Denn da fallen einem die besten Dinge auf: Irgendwie haben sich nahezu alle Beiträge um das Individualisieren bzw. Personalisieren verschiedenster Dinge gedreht. Und irgendwie hatte jeder einen anderen Ansatz, der sich teilweise mit den anderen Ansätzen auch ergänzt. Sehr geniale Erkenntnisse! Was werden wohl meine nächsten Aufgaben im Arbeitsleben sein? Ich denke wohl mal: Individualisieren ;-)
 
Details zur OMK in Lüneburg und weitere Recaps hier.

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