Twitter kann länger ... als 140 Zeichen

Inhalt öffne dich!

Twitter ist neben Facebook und Google das beliebteste soziale Netzwerk in Deutschland und lebt die "140-Zeichen Philosophie". 140 Zeichen klingen zunächst ausreichend. Aber sobald Hashtags, Links oder Bilder eingefügt werden, sind 140 Zeichen einfach zu wenig. Abhilfe schaffen da Twitter-Cards. Diese funktionieren ähnlich wie der Open-Graph bei Facebook (OG-Tags) oder die logischen Text-Auszeichnungen von schema.org. Über festgelegte meta-Tags, die Sie in den Quellcode Ihrer Internetseiten einfügen, können Sie deutlich mehr Inhalte in Ihren Tweets unterbringen. Es gilt dann die Formel 140 + X.

Twitter stellt vier vordefinierte Karten-Typen zur Verfügung, die abhängig vom anzuzeigenden Inhalt ausgewählt werden müssen.

Karten bitte!

Summary-Card with Large Image eines KONTOR4 Blogbeitrages
Summary-Card with Large Image eines unserer Blogbeiträge

Es gibt für (fast) jeden Inhalt eine passende Twitter-Card. Technisch gesehen handelt es sich bei Twitter-Cards um eine ausführlichere und sinnvollere Vorschau des verlinkten Inhalts. Mit einem Klick auf diese Daten, gelangt der Twitter Nutzer wie gewünscht zur ursprünglichen Inhaltsquelle.

Summary Card: Diese Karte zeigt unter dem eigenen Tweet eine Vorschau des verlinkten Inhalts. Dazu gehören die Überschrift und eine kurze Zusammenfassung des Inhaltes, sowie ein Vorschaubild. Weiterhin ist die Einbindung des Autors und der Quelle möglich.

Summary Card with Large Image: Ähnlich wie die normalen Summary Cards. Jedoch wird das Vorschaubild wesentlich größer angezeigt und wird an die Pixelbreite des Twitter-Layouts angepasst.

App Card: Apps für Android und iPhone könnten hier getweetet werden. Eine kurze App-Store Zusammenfassung, inklusive Downloadlink werden angezeigt.

Player Card: Diese Card ist für Videos und Audiodateien geeignet. Mittels eines <iframe>-Tags werden die Inhalte eingebunden. Dies funktioniert auch auf dem Desktop-PC. Die Player Card wird aber umfangreich von Twitter geprüft.

So fügen Sie Twitter-Cards ein

Um Twitter-Cards nutzen zu können, ist zunächst ein bestätigter Account bei Twitter notwendig. Anschließend müssen Sie auf Ihrer Internetseite die notwendigen Meta-Tags einfügen. Sie können Ihre Ergebnisse über den Twitter-Cards-Validator online prüfen lassen.

Die notwendigen Meta-Tags werden im Head-Bereich der Webseite eingefügt, die mit der Twitter-Card verbunden werden soll. Dabei gilt: Pro Seite nur eine (Twitter-) Karte!
Jede Twitter-Card verfügt über einen eigenen Contenttypen, der von Twitter vordefiniert ist. Weiterhin besitzt jeder Kartentyp bestimmte Eigenschaften, die es erlauben, eine optimale Ausgabe auf Twitter zu ermöglichen.

<meta name="twitter:card" content="summary"/>

Bei "twitter:card" handelt es sich um den grundlegenden Datentyp. Mit "summary" wird der Kartentyp definiert.
Weitere Meta-Tags können nun (abhängig vom Kartentypen) hinzugefügt werden:

twitter:site = Quellenangabe
twitter:creator = Autorangabe

Unter Anwendung eines @-Zeichens werden diese Angaben referenziert.

<meta name="twitter:site" content="@kontor4"/>
<meta name="twitter:creator" content="@kontor4mitarbeiterX"/>


Facebook nutzt zur Linkverarbeitung das OpenGraph-Protokoll, welches auch mit Twitter-Cards kompatibel ist. Zwar unterscheidet sich die Syntax zu OG, jedoch verwendet der Twitter-Crawler das OG-Protokoll, wenn kein Twitter-Verweis spezifiziert wurde. So ist ein Austausch der analysierten Daten zwischen verschiedenen Plattformen wie Facebook, LinkedIn und Google+ möglich.

<meta property="og:title" content="Überschrift"/>
<meta property="og:description" content="Zusammenfassung des Inhalts"/>
<meta property="og:image" content="Vorschaubild.jpg"/>

Ist die manuelle Einbindung abgeschlossen, sollte die Twitter-Card mit dem Validator überprüft werden.

Hilfreich?

Es ist auf jeden Fall von Vorteil, Nutzern ergänzend zu einem kurzen 140 Zeichen Text noch ein Vorschaubild, einen Link, sowie eine kurze Zusammenfassung des Inhaltes zu liefern. Insbesondere wirken diese Art von Tweets professioneller, als ein auf das wesentliche gekürzter Tweet.

Virale Anzeigen steigern bekanntlich das Interesse der Kunden und lenken den Kunden im Optimalfall auf den originalen Content. Das gewünschte Ziel ist die Erhöhung der CTR der einzelnen Tweets und der damit verbundenen Steigerung des Traffics. Wichtig ist hierbei, nicht den kompletten Inhalt in einer Twitter-Card aufzuzeigen.
Videos z. B. lassen sich innerhalb einer PlayerCard direkt abspielen und verfolgen somit nicht mehr dem vermeintlichen Ziel der Traffic-Steigerung.
Der große Vorteil ist natürlich die bessere User-Experience für Twitter-Nutzer, sowie die Nutzung verschiedener Medieninhalte, die vorher nicht durch Twitter möglich war, beispielsweise Videos. Weiterhin ist die Optimierung für mobile Endgeräte ein großer Pluspunkt.

Insbesondere für Unternehmen sind TwitterCards ein optimales Werkzeug, Werbebotschaften oder Anpreisungen in Rich-Media-Inhalten einzubetten. Durch die verschiedenen Kartentypen lässt sich die ganze Bandbreite an möglichen Inhalten verwirklichen.

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