Was ist Medium.com und welche Möglichkeiten bietet es?

Was ist Medium.com und wieso habe ich noch nichts davon gehört?

Inhalt öffne dich!

Die Twitter-Gründer Evan Williams und Biz Stone haben 2012 mit Medium.com eine Plattform ins Netz gestellt, mit der Nutzer auf sehr einfache und bequeme Weise Beiträge in schönem Design erstellen können, ohne einen eigenen Blog zu starten.

Die Macher selbst definieren sich wie folgt:

Medium is the best writing experience online. When you write on Medium, you’ll know that your words and pictures will look great on any device. [...]On Medium, you’re not alone. You write beside and with other people.

So weit so gut! Um es zusammenfassend auf den Punkt zu bringen: Medium.com ist für die einfache Veröffentlichung von Inhalten zuständig - Content is King! Die Plattform hat sich mit den Jahren weiterentwickelt und ist nun optimal geeignet für Texte, die zu kurz für einen eigenen Blogbeitrag sind, aber zu lang für einen Tweet auf Twitter.

Gerade für "Blogger-Anfänger" birgt Medium.com einige Vorteile:
Der Fokus liegt besonders auf der einfachen aber optisch anspruchsvollen Präsentationen von Texten und Bildern. Auf der Webseite unterliegen alle Inhalte der selben Formatierung. Nutzer, die sich in Blogging-Kreisen nicht auskennen, aber viel Inhalt mit anderen Nutzern teilen möchten sind hier also genau richtig.

Und so gehts:
Die Anmeldung dauert wenige Sekunden und durch den minimalisitischen Aufbau ist die Einstellung und Aufbereitung des Accounts kein Hexenwerk. Es gibt die Möglichkeit ein eigenes Profil- und Titelbild anzulegen - das war's.

Wie fange ich an?

Vorab muss man sich registrieren. Dazu bietet Medium.com die Optionen zum Anmelden über soziale Netzwerke (Facebook / Twitter & Google) oder über die eigene E-Mail Adresse. Nach erfolgreicher Registrierung kann auch schon losgelegt werden. Mit einem Klick auf "Write a Story" kann der Nutzer nun entweder direkt loslegen - oder einen schon vorhandenen Beitrag über den Punkt "Stories" unterhalb des Profiles importieren.

Write a Story auf medium.com
Mit einer Story anfangen ...

Es ist zu erkennen, dass es keine Möglichkeit gibt die Schriftart zu ändern, sondern lediglich einzelne Textpassagen verschieden angelegt werden können. Überschriften und Zitate stehen neben "fett" und "kursiv" dem Nutzer zur freien Verfügung.

Was kann ich jetzt machen?

Die Formatierungen sind beschränkt auf Überschriften, Zitate, fett und kursiv.
Der eigene Text kann zusätzlich durch Fotos, Video oder eingebetteten Content erweitert werden, z.B. durch Youtube-Videos, Instagram-Bilder oder Pinterest-Pins.
Zum Veröffentlichen eines Textes reicht ein Klick auf den "Publish"-Button. Sobald der Beitrag nun für jeden zugänglich ist, kann er geteilt, kommentiert und geliked werden. Für Nutzer, die diesen Text eventuell auf Ihrem Blog nutzen möchten, bietet Medium zusätzlich eine Einbetten-Funktion an. Aber: Es wird nicht der ganze Text eingebunden, sondern lediglich ein kleines Kärtchen mit dem Aufmacherbild, dem Titel und Namen des Autors.

Weitere Funktionen

Medium zeigt dem Leser die ungefähre Lesezeit an

Medium.com bietet dem Ersteller und Leser diverse Gimmicks an, den Erstell- und Lesevorgang zu optimieren. So lässt sich in der Artikelübersicht berechnen, wie lang ein Leser für den dort aufbereiteten Text ungefähr braucht. (bild) Die Lesezeit basiert auf der durchschnittlichen Lesegeschwindigkeit eines Erwachsenen (275 Wörter / Minute) - für jedes Bild werden zusätzlich 12 Sekunden addiert.
Des Weiteren bieten die Publications eine Newsletter-Funktion. So können Interessenten direkt auf neue Beiträge aufmerksam gemacht werden.

Ein weiteres hilfreiches Feature bietet der Punkt "Stats". Hier kann der Verfasser eines Textes nachvollziehen, wie viele Views, Reads und Recommendations er schon erhalten hat. Interessant ist vor allem der Read-Wert. Dieser wird nur angegeben, wenn der Leser genug Zeit auf der Seite verbrachte, um den Artikel zu lesen - vorgegebene Lesezeit.

Medium Series

Nicht nur Instagram ist auf den Snapchat-Zug mit aufgesprungen - auch Medium.com hat "Stories" und erlaubt es Nutzern eigene Series zu erstellen um die eigenen Beiträge in einer neuen Artikel-Form darzustellen. Der Vorteil gegenüber Snapchat ist z.B. das diese Stories nicht nach 24 Stunden verschwinden, sondern wachsen können - und auch sollen.

In Ihren Blog schreiben Sie unter anderem, dass die Anzahl der mobilen Nutzern weiter wächst und Sie diesen eine optimierte und neuartige Anzeige von Beiträgen präsentieren wollen - und das auf eine moderne, interaktive Art.

With more and more readers turning to Medium on their phones, we began to explore how we could provide a new means of storytelling that didn’t simply conform to the constraints of a small screen, but instead used these constraints to build a more powerful type of story.

Vorteile von Medium.com

  • schlicht und aufgeräumte Designmöglichkeiten
  • keine Probleme bei der Template-Auswahl
  • automatische Verbindung mit dem Twitteraccount, sodass vorhandene Follower automatisch den Account folgen
  • Newsletter Funktion vorhanden
  • einfache Bedienbarkeit mit schönem Design
  • kostenlose Nutzung
  • instagram-ähnliche "Story" Funktion vorhanden, die nicht nach 24h verschwindet
  • die Inhalte gehören Ihnen
  • keine Werbebanner oder Popups

Nachteile von Medium.com

  • Design lässt sich im Nachhinein nicht ändern
  • es kann keine eigene Web-Adresse erstellt werden
  • es können keine Analyse-Dienste eingebunden werden
  • Website nur in Englisch verfügbar, allerdings gibt es eine Seite, auf denen die besten deutschen Beiträge gesammelt werden

Wer nutzt zum Beispiel Medium.com?

  • Brian Chesky - Gründer von Airbnb
  • Jason Clampet - Mitgründer von Skift.com
  • Jedd Jarvis - Buchautor
  • Richard Gutjahr - Journalist 
  • Julius van der Laar - Politik- und Strategieberater
  • Und noch viele weitere Menschen wie zum Beispiel Social Media Blogger, Entrepreneure, Architekten,aber auch Privatpersonen, die sich mit den unterschiedlichsten Themen auseinander setzen.

Wie Sie sehen, sind es die unterschiedlichsten Persönlichkeiten, die mit Medium.com ihren Texten einen besonderen Schliff geben können.

Fazit

Medium.com ist ein sehr interessanter Ansatz, um das "einfache" Schreiben im Internet zu erleichtern. Natürlich kann man Webseiten, Blogs oder andere Plattformen nutzen, um Content zu erstellen. Für Vielschreiber und Storyteller ist diese Plattform aber genau das Richtige. Fertige Texte lassen sich sehr beruhigt lesen - keine bunten Texte, eine festgelegte Schriftart, keine Werbebanner, keine Popups. Die Seite wirkt aufgeräumt und strukturiert, bietet weiterhin ein Suchfeld, Schlagwörter und "Stöbern" in Kategorien an.
Auch für Firmen oder KMU könnte Medium interessant werden, da die Pflege und Erstellung von Content leicht zu bewerkstelligen ist und durch das eigene Firmenprofil Nutzer, ähnlich wie bei Facebook - folgen können. Neuigkeiten aus dem Unternehmen, Einblicke in die Arbeit oder Geschichten aus dem Alltag könnten hier dem Kunden optimal aufbereitet werden - natürlich nur als weiterer Vertriebskanal.

Ein Grund, warum Medium in Deutschland noch nicht den großen Durchbruch geschafft hat, liegt sicherlich an der Tatsache, dass die Webseite nur in Englisch verfügbar ist. Es gibt zwar deutschsprachige Inhalte, aber die sind noch in den englischen Kategorien . "Look what i Made", "Motherhoods" oder "Why I Cook" versteckt. Vielleicht ändert sich das ja durch diesen Artikel ...

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